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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden
30.06.2005

Die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte wies heute in Straßburg in letzter Instanz eine Beschwerde von fünf ostdeutschen Klägern zurück, die ihre Grundstücke nach der Wiedervereinigung an die Bundesländer abtreten mußten.
Die Flächen stammten aus der Bodenreform nach 1945. Sie waren in der DDR an die so genannten Neubauern verteilt worden.

Die Kleine Kammer des Straßburger Gerichts hatte den Klägern im vergangenen Jahr Recht gegeben und Deutschland verurteilt. Die Höhe einer "gerechten Entschädigung" legten die Richter aber nicht fest. Die Bundesregierung ging in Berufung.

Von den Enteignungen sollen insgesamt 70.000 Erben der so genannten Neubauern betroffen sein. Es geht es um schätzungsweise 100.000 Hektar Land im Wert von mehr als einer Milliarde Euro.
Dieser Text gibt den Beitrag vom 30.06.2005 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
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