Urteil: Deutschland nicht für DDR-Enteignung haftbar
01.05.2005

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat heute die Entschädigungsklagen von 71 Opfern der Bodenreform in Ostdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgewiesen. Das Urteil ist von grundsätzlicher Bedeutung. Nach Auffassung der Gerichtshofes kann das heutige Deutschland damit weder für die Handlungen der sowjetischen Besatzungsmacht noch für die der DDR verantwortlich gemacht werden. Deutschland sei nach der Wiedervereinigung nicht verpflichtet gewesen, für die Enteignungen in der sowjetischen Besatzungszone nach 1945 und danach in der DDR einen Ausgleich in Höhe des Verkehrswertes zu leisten, urteilte das Straßburger Gericht.
Dieser Text gibt den Beitrag vom 01.05.2005 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
 
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