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Die zur Finanzierung der Cumulus-Beteiligungen geschlossenen Darlehensverträge sind unwirksam
15.02.2006

Ansprüche der Anleger von Anwälten einer BSZ® Anlegerschutzkanzlei vor dem BGH gegen Sparkasse Rhein Neckar Nord durchgesetzt!

 

Über 10.000 Anleger wurden Anfang bis Mitte der 90er Jahre für Fonds der FIBEG-Gruppe geworben. Diese Cumulus-Fonds, Imperial-Fonds; Sachwert-Fonds oder Immobilienfonds Neue Bundesländer, die vor allem in Einkaufszentren in den Neuen Bundesländern investierten, erweisen sich heute für die Anleger buchstäblich als Faß ohne Boden. Ausschüttungen wurden eingestellt oder reduziert, Zinszahlungen an finanzierende Banken, allen voran die heutige Sparkasse Rhein Neckar Nord sowie die Kreissparkasse Ludwigshafen und die VR Bank Ludwigshafen, bedrohen vielfach die Existenz der zumeist mit kleinen Einkommen ausgestatteten Anleger.

 

Übersicht über die Cumulus-Fonds

Einkaufs- und Gewerbezentrum Hettstedt GdbR

Einkaufszentrum Angermünde GdbR

Einkaufszentrum Ilsenburg GdbR

Einkaufszentrum Geithain GdbR

Einkaufszentrum Ohrdruf GdbR

Immobilienfonds Mönchengladbach GdbR

Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 1 GdbR

Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 2 GdbR

Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 3 GdbR

Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 4 GdbR

Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 5 GdbR

Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 6 GdbR

Immobilienfonds Neue Bundesländer No. 12 GdbR

 

Das Scheitern der Fonds überrascht nicht. Der Brancheninformationsdienst kapital-markt intern hat schon in den 90er Jahren die Fondsprospekte analysiert und vor Beteiligungen an diesen Fonds gewarnt. Die Angebote waren nicht zuletzt durch versteckte Gewinne, die Unternehmen der Initiatorengruppe als Zwischenhändler der Fondsimmobilien erzielten, stark überteuert. Durch die hinzukommenden Kosten für diverse "Dienstleistungen", die in den jeweiligen Fondskonzeptionen enthalten waren, stieg der gesamte Aufwand auf mehr als das 21-fache der Jahresmiete. Der übliche Kaufpreis für derartige Supermärkte und Einkaufszentren liegt in etwa beim 11-fachen der Jahresmiete. Bei diesen Zahlen wird klar, warum das Fonds-Konzept von vornherein zum Scheitern verurteilt war.

BSZ® Anwälte haben in den zurückliegenden Jahren in mehreren Hundert Klageverfahren, insbesondere gegen die ehemalige Sparkasse Mannheim den Weg für die Durchsetzung der Rechte geschädigter Cumulus-Anleger geebnet: Seit den von den Anwälten erstrittenen Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 22.02.2005 kann die Unwirksamkeit von Darlehensverträgen, die zur Finanzierung von Cumulus-Beteiligungen mit der ehemaligen Sparkasse Mannheim (jetzt Sparkasse Rhein Neckar Nord) geschlossen wurden, nicht mehr in Frage gestellt werden.

Damit steht heute für die Anleger der Cumulus-Fonds fest:

 

Die zur Finanzierung der Cumulus-Beteiligungen geschlossenen Darlehensverträge sind unwirksam, Die Banken können keine weiteren Zahlungen verlangen.

 

Die Banken müssen die in den letzten Jahren gezahlten Zinsen zumindest zum Teil zurückzahlen.

 

Anlageberater, Initiatoren und Gründungsgesellschafter der Fonds haften auf Schadensersatz, wobei die Frage der Verjährung der Ansprüche in jedem Einzelfall geprüft werden muß.

 

Rechtsschutzversicherungen müssen die Kosten der außergerichtlichen und gerichtlichen Vertretung im Zusammenhang mit Beteiligungen an geschlossenen Immobilienfonds übernehmen, sofern nicht ARB 94 oder später vereinbart waren. 

Dieser Text gibt den Beitrag vom 15.02.2006 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
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