K1-Fonds: Vienna Life und Barclays Bank PLC im Visier der globalen Anwaltsallianz im BSZ e.V.!
05.11.2009

Deutsch-österreichisch-schweizerisch-südamerikanische Anwaltsallianz prüft Haftung gegen diverse Verantwortliche.



Im Fall des Hedgefonds K1 weitet sich der Skandal inzwischen aus: Wie die internationale  Anwaltsallianz im BSZ e.V. feststellen konnte, sind zahlreiche private und institutionelle Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz von dem Skandal betroffen. "Jeden Tag bekommen wir neue Anfragen, auch aus Asien, der durchschnittliche Anlagebetrag der Anleger dürfte sich auf ca. 50.000 - 100.000,- Euro belaufen," so die Anwälte.

Dabei bestand bei der K1-Gruppe offensichtlich eine "enge" Zusammenarbeit mit der Vienna Life Lebensversicherung über eine Tochtergesellschaft in Liechtenstein, in einem Fall wurde das K1 Beteiligungsangebot auf Genussrechte ausdrücklich als "Vienna Life Fonds Police" bezeichnet. Die Berliner und Wiener Anlegeranwälte Walter Späth und Johannes Marenzi sind der Ansicht, dass hier einem "durchschnittlichen Anleger suggeriert wurde, dass die Vienna Life "hinter dem Produkt stehe." Dies nach Ansicht der Anwälte auch, weil in der Beschreibung der "Vienna Life Fonds Police" ausdrücklich ein Geschäftskonto der Vienna Life Lebensversicherung AG als Einzahlungskonto genannt wurde.
 
"Die Beratung geschah dabei teilweise über diverse freie Vermittler sowie auch über diverse Geschäftsbanken," so Späth und Marenzi. "Hier deutet sich inzwischen an, dass eine Haftung, sofern sich ein Schaden bestätigen sollte, in einigen Fällen gegeben sein dürfte, denn teilweise wurde die Anlage bei K1 als sicheres Investment beschrieben."

Auch in Asien wurden die Beteiligungen von K1 dabei über eine Tochtergesellschaft in Hongkong vermittelt.

Mehr noch, hierzu der Südamerika-Spezialist im BSZ e.V., Rechtsanwalt Juan Carlos Ticona Cuba mit Anwaltszulassung in Deutschland und Bolivien: "Unseren Recherchen zufolge dürften Beteiligungen von K1 auch in Südamerika vertrieben worden sein."

Auch die Barclays Bank PLC gerät dabei mehr in den Fokus: Bei dem an K1 angelehnten "XI Global Garantie Index Zertifikat" wurde den Anlegern ausdrücklich in einer Kurzbeschreibung folgendes zugesichert: "Das investierte Kapital in das X1 Global Garantie Index Zertifikat ist zum Laufzeitende zu 100% gesichert. Dies ist durch den Kapitalschutz der Barclays Bank PLC gewährleistet." "Wir werden, sofern hier ein Schaden eintreten sollte, zum Laufzeitende die Barclays Bank PLC dazu auffordern, das investierte Kapital der Anleger zu 100 % zurück zu zahlen," so Rechtsanwalt Dr. Späth.

Auch die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat bereits seit 2001 versucht, zu verhindern, dass die K1-Guppe bei deutschen Investoren Geld einsammelt. "Die BaFin konnte den Skandal um K1 mangels ausreichender Befugnisse nicht verhindern, ihre Rechte müssen daher dringend gestärkt werden, um einen derartigen Skandal in Zukunft zu verhindern," so Rechtsanwalt Walter Späth. Die K1-Group hat zuletzt ein Vermögen in Höhe von ca. 400- 600 Mio. Euro verwaltet. Erkenntnissen der BSZ e.V.-Vertrauensanwälte zufolge gab es dabei auch Geschäftskonten von K1 in der Schweiz.


Die BSZ e.V.-Anwälte sind der Ansicht, dass "dies ein schwerer Schlag für die Hedge-Fonds-Branche ist. Die Branche ist leider oftmals völlig intransparent, was Unregelmäßigkeiten begünstigt."

Betroffene aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Asien und auch Südamerika können sich der IG K1 im BSZ e.V. anschließen.

Dieser Text gibt den Beitrag vom 05.11.2009 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
 
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