S & K Gruppe / Der Skandal weitet sich aus! BSZ e.V. bündelt die Interessen.
26.02.2013

Nachdem der BSZ e. V. und zahlreiche Medien in den letzten Tagen bereits über den Skandal der S & K Gruppe aus Frankfurt am Main berichtet hatten, kommen nun weitere Details ans Licht.



So sollen z. B. mehr als 100! Gesellschaften in den vorgeworfenen Kapitalanlagebetrug involviert sein bzw. mit diesen in Verbindung stehen. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Auffällig ist, dass die S & K Gruppe mit ihren zahlreichen Gesellschaften gerade nach der "Lehman Pleite" einen erheblichen Aufschwung erfahren hat, da diese in sämtlichen Berichten, welche im Nachhinein teils selbst indiziert waren, vorgegeben hatte, in lukrative Immobilien zu investieren. Hierbei wurden den Anlegern bis 12 % Rendite versprochen. Wie die Vertrauensanwälte des BSZ e. V., die Kanzlei BHP Bouchon Hemmerich & Partner, bereits in den letzten Tagen berichteten, meldeten sich auch schon Anleger welche in die "Deutsche S & K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG" investiert hatten. Betrachtet man die Bewerbung dieses Immobilienfonds, so gab die S & K Gruppe vor, dass eine Investition immer rentabel und sicher sei. Wie sich nunmehr zeigt, war das Gegenteil der Fall.

Bereits aus diesem Grund sollten Betroffene und Geschädigte der S & K Gruppe und der Firma United Investors aus Hamburg ihre Ansprüche zumindest anwaltlich prüfen lassen.

Wurde ein Anleger seitens der S & K Gruppe und deren Tochterfirma erst einmal als solcher gewonnen, stellt sich nunmehr heraus, dass die investierte Kapitalsumme nicht ansatzweise in den vorgegebenen Fonds bzw. Immobilienanteil investiert wurde. Vielmehr behielten die S & K Verantwortlichen ca. 20 % als "Kostenbeitrag" ein. Bereits hierin könnte ein Haftungsgrund, wenn nicht sogar ein Kapitalanlagebetrug gesehen werden.

Wie sich nunmehr auch herausgestellt hat, wurden die restlichen 80 % der Einlagesumme nicht etwa direkt in den Fonds bzw. die Immobilie investiert, sondern vielmehr wurden die eingesammelten Gelder als Darlehen an verschiedene GmbH und Firmen der S & K Gruppe vergeben, sodass der einzelne Anleger plötzlich zum Kreditgeber wurde. Um mit nur 80 % des eingezahlten Kapitals 12 % Zinsen auf 100 % eingezahlten Geldes risikoarm zu erwirtschaften war somit von vornherein ausweglos, dies auch dann, wenn die Immobilie günstig eingekauft wurde.

Trotz dieses Umstandes wurden zahlreiche Anleger über verschiedene Fondsangebote durch die S & K Gruppe geworben. Dem aber nicht genug. Wie sich nunmehr nach ersten Angaben herausstellte, wurden einige Immobilien sogar in Gesellschaften übertragen, welche nichts mit dem Fonds zu tun hatten. Nach ersten Informationen der Staatsanwaltschaft soll es sich hierbei um Tochtergesellschaften gehandelt haben, welche die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse verschleiern sollten. Letztendlich stellt sich heraus, dass die Firmen von den Verantwortlichen der S & K Gruppe gegründet und gehalten wurden und somit das Vermögen praktisch in das "Privatvermögen" der S & K Verantwortlichen verschoben wurde.

Dieses "Anlagemodell" ging ähnlich wie bei dem damaligen "Phoenix Skandal in Frankfurt am Main" solange gut, solange die Anleger ihre Ausschüttungen bzw. Zinsen erhalten haben. Auch die damalige Phoenix Gruppe, über welche der BSZ e. V. gleichfalls berichtet hatte, investierte zunächst Anlagegelder in spekulative Optionsgeschäfte. Sodann wurden die Anlagegelder nur noch aus dem Grund angeworben, um den vorhergehenden Anlegern die Zinsen und Renditen zu zahlen. Dies stellte sich damals klassisches Schneeballsystem heraus. Es bestehen zahlreiche Anhaltspunkte, dass dies vorliegend bei der S & K Gruppe und den tausenden von Anlegern gleichfalls der Fall gewesen ist.

Wie konnte es soweit kommen? Ein einfacher Grund hierfür ist, dass die S & K Gruppe sich sogar die Mühe machte, einen großen Stab von PR Leuten zu beschäftigen und sich so zu sagen selbst zu initiierten. Dies begann schon mit der eigenen Homepage. Auch wurden zahlreiche Artikel auf verschiedenen Internetseiten eingestellt, welche die S & K Gruppe als eine der führenden Immobilienunternehmen darstellten.  Mit diesen Anpreisungen konnten insbesondere nach der Lehman Pleite tausende von Anlegern gewonnen werden.

Firmen wie DCM, FIHM und SHB Fonds stehen gleichfalls in unmittelbarer Verbindung mit dem Skandal um die S & K Gruppe aus Frankfurt.

Im Fokus der Ermittlungen stehen z. B. Fonds wie die S & K Real Estate Value Added, ein Immobilienhandelsfonds, auch geführt unter der Bezeichnung S & K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH & Co. KG, deren Unternehmensgestand in der Verwaltung eigenen Vermögens einschließlich des Erwerbs und Haltens von Beteiligungen an anderen Unternehmen bestand. Auffällig hierbei ist, dass die Treuhänderin dieses Fonds die United Investors & Cie. Treuhand GmbH und neben der United Investors & Cie Holding GmbH auch dessen Gründungskommanditistin. Auch Komplementärin tritt die Verwaltung S & K Real Estate Value Added Fondsgesellschaft mbH auf.

Bereits diese Verstrickungen zeigen, dass der gesamte Fonds von der S & K Gruppe aus Frankfurt am Main "gesteuert" wurde. Sodann wurde im Jahre 2010 die Emission der Deutsche S & K Sachwerte GmbH & Co. KG aufgelegt. Nach dem prospektierten Konzept gewährte die Fondsgesellschaft mit dem ihr zur Verfügung stehenden Eigenkapital ein Darlehen an die S & K Sachwert AG, dies jedoch ohne auf die jeweilige Investition Einfluss nehmen zu können. Auch hier war die Komplementärin die Verwaltung S & K Fonds GmbH. Als Vertriebsgesellschaft wurde die United Investors Fonds Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG eingesetzt.

Nachdem der erste Fonds erfolgreich platziert war, wurde im Jahre 2011 auch noch der Fonds "Deutsche S & K Sachwerte Nr. 2 GmbH & Co. KG" ins Leben gerufen. Auch hier sollte über eine Darlehensstruktur an den möglichen Wertsteigerungspotenzial der Immobilie partizipiert werden. Die Verstrickungen der einzelnen Gesellschaften waren aber auch hier die gleichen wie soeben dargestellt. Noch im Jahre 2011 wurden mit der S & K Investment GmbH & Co. KG sowie der S & K Investment Plan GmbH & Co. KG zwei weitere Fonds aufgelegt.

Im Zusammenhang mit der S & K Gruppe stehen auch noch der "dtp Game Portfolio 2006 Fondsgesellschaft mbH & Co. KG", "dtp Game Portfolio 2007 Fondsgesellschaft mbH & Co. KG", " Cosmopolitan Estate Mallorca GmbH & Co. KG" und der "Metropolitan Estate Berlin GmbH & Co. KG".
Wie sich nunmehr nach ersten Recherchen herausstellte, gehörten auch die sogenannten "Vario Produkte" der zu DSW Gruppe gehörenden Deutsche Sachwert Emissionshaus AG zu den Immobiliengeschäften der S & K Gruppe. So wurden dort Produkte wie "Vario Zins, Vario Flex, Vario Loan, Vario First und Vario Prime" vertrieben, welche erst ab einer Einlagesumme von € 500.000 gezeichnet werden konnten. Die Risiken waren erheblich.

Wie sich inzwischen aufgrund von zahlreichen Nachfragen bei BSZ e. V. ergeben hat, gehörte auch die MIDERS Gruppe zu einer Unternehmensgruppe der S & K. Betroffen dürften hierbei die MIDERS Mittelstandsfonds Nr. 1 bis 6 GmbH & Co. KG sein.

Nach Einschätzung der Vertrauensanwälte des BSZ e. V. scheinen diese Angaben jedoch nur die "Spitze des Eisberges" darzustellen. Einzelne Anleger sollten trotz zahlreicher Medienberichte nicht davor zurückschrecken, ihre Investition in eine S & K Gruppe angehörigen Gesellschaften durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht überprüfen zu lassen.
    
Fünf  führende Anlegerschutzkanzleien  vertreten die betroffenen Anleger der genannten Fonds und der S&K-Unternehmensgruppe. Wegen der Dimension des angerichteten Schadens stehen betroffenen Anlegern in der BSZ Interessengemeinschaft ,,S&K Gruppe" fünf führende deutsche Anlegerschutzkanzleien - darunter auch die Kanzlei des Autors dieses Beitrags - zur Seite. Es bestehen gute Gründe hier die Interessen zu bündeln und prüfen zu lassen und der Interessengemeinschaft beizutreten.

Dieser Text gibt den Beitrag vom 26.02.2013 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
 
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