Erneuter Sieg für Kunden von Lebensversicherungen: Versicherer trägt das Wertverlustrisiko
31.01.2018

  • Landgericht Gießen gibt Versicherungsnehmern recht
  • „Widerspruchsjoker“ bei Lebens- und Rentenversicherungen nutzen
  • Dank Widerspruch nicht auf Fondsverlusten sitzen bleiben


Holen Sie jetzt noch schnell das Maximum aus Ihrer Versicherung heraus. Verwandeln Sie Ihre unprofitable Lebens- oder Rentenversicherung durch einen Widerspruch in bares Geld. Auch die Versicherungsnehmerin in dem vom Landgericht Gießen zu entscheidenden Fall nutzte den „Widerspruchsjoker“.

 

Im Jahr 2006 schloss die Klägerin eine fondsgebundene Rentenversicherung ab. Doch statt der erhofften Altersvorsorge produzierte der Versicherungsvertrag erhebliche Verluste und zusätzliche Kosten.

 

Um sich von dieser ruinösen Versicherung zu lösen, hatte die Klägerin den Widerspruch erklärt.

 

Der Versicherer zahlte jedoch statt der eingezahlten 47.500 € lediglich noch rund 24.000 € an die Klägerin aus und begründete dies mit dem zwischenzeitlichen Wertverlust. Das Risiko hierfür schob der Versicherer auf den Kunden.

 

Versicherer trägt das Wertverlustrisiko

 

Das Landgericht Gießen erteilte diesem Vorgehen des Versicherers eine klare Absage.

 

Gerade wenn die erwirtschafteten Verluste erheblich sind und – wie hier – mehr als die Hälfte der Sparanteile ausmachen, kann das Verlustrisiko nicht vom Versicherungsnehmer getragen werden.

 

Das Landgericht Gießen sprach der Versicherungsnehmerin daher den vollständigen Rückabwicklungsbetrag ohne Abzug etwaiger Fondsverluste zu. Die Klägerin erhielt so weitere rund 23.000 € zurück, also sämtliche ihrer eingezahlten Beiträge. Auf dem Fondsverlust, der mehr als 50 % betrug, blieb letztlich der Versicherer sitzen.

 

Stellungnahme der hier berichtenden BSZ e.V. Anlegerschutzkanzlei

 

Eine Anrechnung der Wertverluste auf den Anspruch des Versicherungsnehmers nach Widerspruch würde im Ergebnis dazu führen, dass der Versicherungsnehmer nach erklärtem Widerspruch ebenso dastünde als wenn er den Vertrag schlicht weitergeführt hätte. Das Landgericht Gießen setzt sich im Rahmen seiner Entscheidung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sowie dem europarechtlichen Effektivitätsgebot auseinander und zieht hieraus die zutreffenden Schlussfolgerungen. Eine solche Anrechnung des Wertverlustes kann im Hinblick auf das europarechtliche Effektivitätsgebot nicht zutreffend sein.

 

Praxistipp der hier berichtenden BSZ e.V. Anlegerschutzanwälte

 

Es zeigt sich, dass es sich lohnt seine alten Unterlagen in die Hand zu nehmen und sich von einem Experten beraten zu lassen. Dieser erkennt in Ihren Unterlagen enormes Potenzial und kann bares Geld für Sie rausschlagen.

 

Verfügen also auch Sie über eine Lebens- oder Rentenversicherung aus dem betreffenden Zeitraum, reichen Sie uns Ihre Unterlagen einfach zur kostenfreien Prüfung ein. Machen Sie aus Altpapier – Wertpapier!

 

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Punkte für Ihre Check-Liste

 

Prüfen Sie:

 

  • ob Sie Ihre Versicherung zwischen dem 01.01.1995 und dem 31.12.2007 abgeschlossen haben
  • ob Ihre Vertragsunterlagen eine Widerspruchsbelehrung enthalten
  • oft enthalten die Unterlagen der Versicherer auch falsche Widerspruchsbelehrungen.
  • Lassen Sie diese Widerspruchsbelehrung durch uns kostenfrei prüfen.

 

 Quelle: Landgericht Gießen (LG Gießen), 14. März 2017, Az.: 2 O 450/16; eigene Recherch

 

Lassen Sie Ihre Unterlagen durch unsere Vertrauensanwälte kostenfrei prüfen.

 

Über den BSZ® e.V.:

 

Der BSZ® e.V.  arbeitet innerhalb der Interessengemeinschaft mit Kanzleien zusammen, die in diesem Bereich nach Meinung von Marktbeobachtern zu den Besten in Deutschland gehören.  Die Anwälte haben langjährige Erfahrungen in diesem Rechtsbereich; sie haben ihre Fähigkeiten außerdem durch eine Vielzahl von ober- oder gar höchstrichterlichen Urteilen und durch hunderte von Vergleichen für ihre Mandanten unter Beweis gestellt. Der BSZ® e.V. vermittelt den Kontakt zu denjenigen Anwälten, die die betreffende Interessengemeinschaft betreuen. Der Vorstand des BSZ® e.V. ist unabhängig und nicht weisungsgebunden. Der BSZ® kann dabei auf überdurchschnittliche Erfolge verweisen: Ein Grund dafür ist, dass die Zusammenführung von Geschädigten in Interessengemeinschaften dazu führt, dass deren Rechte wesentlich effizienter wahrgenommen werden können als wenn jeder Betroffene alleine tätig werden würde.

 

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Dieser Text gibt den Beitrag vom 31.01.2018 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
 
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